Windows Marktanteil ungebrochen

So sehr ich mir wünschen würde, dass die Betriebssystem-Landschaft etwas verteilter aufgestellt ist, so wenig Hoffnung gibt es jedoch auf dieses Ziel. Bei Intern.de(Seite existiert nicht mehr) wird die Situation kompakt und treffend zusammengefasst:

Microsoft dominiert den Markt der Betriebssysteme, selbst wenn sich das Unternehmen erlaubt, ein OS-Fiasko wie Vista auf den Markt zu bringen. Der Marktanteil Microsofts beträgt heute mit 93,3% kaum weniger als im Jahr 2007 (95,6%) als Vista auf den Markt kam. Der Anteil von Mac-Rechnern ist im gleichen Zeitraum von 3,5% auf 4,8% gestiegen und ähnlich wuchs der Linux-Anteil von 0,7% auf 1,0%. Doch beide Systeme sind nach wie vor Randerscheinungen auf dem Massenmarkt.

Und kaum ein Betriebssystem hat im Vorfeld so wenig Kritik (auch von der Fachpresse) bekommen wie Windows 7. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass die oben beschriebene Entwicklung durch den neuesten Streich aus dem Hause Microsoft deutlich negativ beeinflusst wird.

Wenn man etwas weiter wegzoomt und an die Entwicklung hin zum WebOS – dem „Betriebssystem im Browser“ denkt oder sich die Bewegung hin zu integrierten und mobilen Kleinstcomputern (Handies etc.) anschaut, dann ist vielleicht das letzte Wort noch nicht gesprochen. Aber auch Microsoft schaut hier nicht tatenlos zu, sondern lernt über die Jahre ganz gut dazu. Es wäre nicht das erste mal, das die Redmonder einen Trend zuerst komplett verschlafen und anschließend das Feld komplett von hinten aufräumen.

2 thoughts on “Windows Marktanteil ungebrochen”

  1. Ich bin eigentlich ganz froh, dass dieses Monopol in der Hand von Microsoft liegt.

    Wenn ich mich bei anderen Konzernen – nicht nur im OS-Bereich – so umschaue, dann relativiert sich der Machtmissbrauch durch MS doch sehr stark.

  2. Ich wünsche mir das mit der "Verteiltheit" nicht weil es Microsoft ist, die das Quasi-Monopol innehaben, sondern weil es mehr echte Wahlmöglichkeiten für den Konsumenten lassen würde. Eine (Consumer-)Lösung die so selten ist, dass nicht jeder "einen kennt, der sich damit auskennt", wird sich aus verständlichen Gründen schwer durchsetzen.

    Trotzdem muss man sagen, dass sich MS nicht auf den Loorbeeren ausgeruht hat. Microsoft hat in den letzten Jahren IMHO einen guten Job gemacht, sich den Gegebenheiten anzupassen und aus einigen Fehlern zu lernen. Um nur mal zwei Punkte zu nennen:

    * Microsofts Haltung gegenüber OpenSource-Technologie (Stichworte: "Krebsgeschwür", "Ballmer", "Open Source") hat sich deutlich gewandelt
    * Vista als bloated Software etwas "abzuspecken" und den Benutzer weniger mit Warnhinweisen zu bombardieren (die sowieso die falsche Entscheidung treffen wenn zu viel gefragt wird) und die Tester stärker mit einzubeziehen und so gute PR im Vorfeld zu bekommen

    Bin echt gespannt wie die OS-Landschaft zwei bis drei Jahre nach der VÖ von Windows 7 aussieht.

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