Kaffee trinken abgewöhnen: einfach aufhören

Vor etwas mehr als einem Monat habe ich aufgehört Kaffee zu trinken. Es ist mir dieses Mal erstaunlich leicht gefallen und es gab keine Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Als ich es vor einigen Jahren schon einmal probiert hatte (und nach spätestens 2 Wochen wieder angefangen habe) war das ganz anders:Mehrere Tage unangenehme Kopfschmerzen und ein deutlich schlechteres In-den-Tag-Kommen waren damals die Folge. Diesmal konnte ich nichts von alledem bemerken.

Meine Kaffee-Tassen werden zukünftig vorwiegend Tee beinhalten
Meine Kaffee-Tassen werden zukünftig vorwiegend Tee beinhalten (Foto aus „guten alten Zeiten“)

Der Genuß von Kaffee soll sich zwar durch die enthaltenen Antioxidantien günstig auf die Vermeidung diverser Krankheiten auswirken – aber bestimmt nicht so, wie ich ihn getrunken habe: mit 1/3 Milch (den Zucker hatte ich mir schon vor Jahren abgewöhnt). Außerdem kann der Kaffee auch unangenehme Nebenwirkungen wie Nervosität und Unruhe hervorrufen.

Warum ich aufgehört habe Kaffee zu trinken

Ich mag – nach wie vor – den Geruch von frisch gemahlenem Kaffee – aber der Geschmack hat mich noch nie wirklich (positiv) umgehauen. Klar, es gab Momente bei denen mir der Kaffee besonders gut geschmeckt hat, aber im Vergleich zu anderen Getränken ist da trotzdem immer noch etwas Luft nach oben.

Kaffee war für mich eher ein Gewohnheits-Getränk: einfach zuzubereiten (türkisch), quasi überall vorhanden (in jedem Büro und überall wo ich zu Besuch bin) und dank rauher Mengen Milch auch sofort ohne Abkühlen zu genießen.

Nervosität und Unruhe durch Kaffee

Trotzdem stellte sich bei mir nach einigen Tassen am Tag immer wieder so ein unangenehmer Effekt der Unruhe ein, der mich zusehends genervt hat. Es hat eine Weile gedauert bis ich darauf kam, dass es möglicherweise mit dem Kaffee zu tun hat. Und „nur ein oder zwei Tassen am Tag“ trinken, kam für mich nicht in Frage – ich bin da eher für die radikale Lösung.

Jetzt da ich den Kaffee weglasse und stattdessen grünen Tee trinke (ohne Milch und sonstige mir bekannte Zusatzstoffe) geht es mir in dieser Hinsicht viel besser.

Auch der wachmachende Effekt lässt bei regelmäßigem Kaffee-trinken schnell nach und bietet daher wenig Vorteile gegenüber der Kaffee-freien Ernährung. Der Körper lässt sich nun mal nicht ewig verarschen.

Milch macht müde Männer munter?

Der hohe Milchkonsum (ich habe den Kaffee eine Zeit lang ohne Milch getrunken – aber so ganz schwarz ist er noch weniger mein Ding als andere Getränke) ist sicher aus gesundheitlicher Sicht keine übermäßig gute Idee: ein erwachsener Mensch benötigt keine Säugetiermilch – noch dazu artfremde. Sinnlose Kalorien, die Hormone, Antibiotika und andere lustige Bestandteile enthalten, die dem Organismus eher schaden als nutzen.

Die Milchwirtschaft macht zwar seit Jahrzehnten einen sehr guten Job, uns einzureden, Milch sei positiv oder gar notwendig für den Menschen, aber fundierte Erkenntnisse, die diese Sichtweise stützen sind quasi nicht vorhanden.

Kaffee trinken abgewöhnen – es geht!

Bekanntlich liegt die Lust auf Kaffee uns in den Genen – und wer mich näher kennt, weiß, dass das nicht der wahrscheinlichste Ausgang meines Versuchs war, mir das Kaffeetrinken abzugewöhnen – aber siehe da: es geht – und es hat gar nicht wehgetan 🙂

Für jeden der mit dem Kaffee Trinken aufhören will, empfiehlt es sich immer ein alternativ-Getränk dabeizuhaben (z.B. Teebeutel oder losen Tee) und sich nicht von Mitarbeitern, Partnern oder Freunden anstecken zu lassen. Man kann auch gemeinsam „Kaffee-trinken“ ohne Kaffee zu trinken…

Und Ihr so? Trinkt Ihr Kaffee? Wenn ja, wie viel und mit welchen Zusätzen?

5 Gedanken zu „Kaffee trinken abgewöhnen: einfach aufhören“

  1. Ohne Kaffee ? Geht gar nicht!
    Ich trinke so 2-3 gr. Tassen /Tag mit etwas (!) Zucker und Kaffeesahne.
    Gerne auch mal einen Cappuccino.

    1. > Geht gar nicht!
      😀 glaube ich gern – war bei mir früher auch nur schwer vorstellbar – aber jetzt wo es so ist, fühlt es sich gut an.

      Wenn man sich gut fühlt mit dem eigenen Kaffee-Konsum ist es ja auch kein Problem.

  2. Ich trinke Kaffee nicht nur als Muntermacher, sondern auch weil er mir wirklich schmeckt. Besonders jetzt wo wir von den Pad- / Kapselmaschinen zurück zur einfachen Kaffeemaschine gewechselt sind.
    Übermäßig viel Kaffee habe ich noch nie getrunken.
    Mein Computerschrauber schafft wohl gut 8 Tassen Kaffee am Tag. – Das wär mir auch zu viel.
    Tee ist nun gar nicht mein Ding. Ab und an trinke ich mal einen einfachen Pfefferminztee. Am liebsten eigene Ernte.

    1. Ja, ich genehmige mir auch ab und zu ein Tässchen wilde Pfefferminze Tee aus eigener Ernte 🙂

  3. […] eher der Kaffee-Typ (wie unter anderem an der Kaffee-Tassen-Sektion zu erkennen) – seit dem Abgewöhnen des Kaffeetrinkens mittlerweile der […]

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