Apple schlimmer als Microsoft?

Die Diskussion über die fehlende Offenheit von Apple und den Produkten wurde schon öfter laut. Mit wachsender Beliebtheit häufen sich auch die kritischen Stimmen. Das ist völlig normal und war nicht anders zu erwarten. Wird ein Produkt im normalen Rahmen verkauft, regt sich kaum jemand darüber auf, wenn proprietäre Protokolle und ein Gatekeeper-Ansatz verwendet werden. Wenn aber Millionen von Menschen davon betroffen sind, dann wird der Druck auf das Unternehmen stärker, sich zu öffnen.

Jason Calacanis hat ein paar Gedanken zur Handlungsweise von Apple aufgeschrieben:

In fact, what Apple is doing is 100x worse than what Microsoft did. You see, Microsoft simply included their browser in Windows, still allowing other browsers to be installed. In Apple’s case, they are not only bundling their browser with the iPhone, but they are BLOCKING other browsers from being installed.

Der Hauptvorwurf also ist, dass Apple 100x schlimmer als seinerzeit Microsoft agiert: Microsoft hat wenigstens “nur” seinen Browser mitgeliefert (zu stark damit verknüpft – und es so anderen Browser-Anbietern schwer gemacht), Apple hingegen blockt die Konkurrenz (auf iPhone und iPod Touch) einfach gleich gänzlich. Apps, die Apple nicht passen, werden einfach ausgesperrt. Allen voran die Produkte, die in Konkurrenz zu Apples eigenen Apps stehen.

Unter dem Deckmantel der “Wahrung der User Experience” oder anderen fadenscheinigen Begründungen hält Apple wirkliche Innovation zurück und bremst andere Hersteller aus.

Als Lösung bietet Calacanis folgende Idee an: Apple soll iTunes auch für andere MP3-Player öffnen und die Freigabe von Apps im Store ermöglichen, die nicht Apple “Qualitätsrichtlinien” entsprechen, dann eben als nicht von Apple geprüfte Apps erscheinen (also z.B. nur nach einer Bewilligung einer Rückfrage installierbar sind).

Sind nur einige wenige Poweruser davon betroffen oder erreicht die Problematik früher oder später alle Nutzer?

Kommentare
  1. Auch wenn der Artikel schon "uralt" ist: Die in deinem Artikel angegebenen Gründe sind genau meine Gründe, warum ich prinzipiell nichts aus dem Haus Apple kaufe (von dem meist recht hohen Preis abgesehen)

    Grüße

    h4wk

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